Bremswiderstand
Im generatorischen Bremsbetrieb speist der Elektromotor anfallende Bremsenergie in den Zwischenkreis des Frequenzumrichters ein, wodurch die Zwischenkreisspannung ansteigt. Ein Bremswiderstand absorbiert diese Energie und wandelt sie in Wärme um: einen Teil sofort, den Rest, nachdem der Bremsvorgang abgeschlossen ist und der Widerstand abkühlt.
Für die Auslegung des Bremswiderstands sind daher die Kenndaten des Lastspiels (Einschaltdauer / Bremszeit sowie Spieldauer) von Bedeutung. Außerdem benötigt man die Bremsleistung PBr ,also wie schnell die Energie abgeführt wird, und den minimalen Widerstandswert Rmin , der vom Frequenzumrichter vorgegeben ist.
Der von uns empfohlene Widerstandswert liegt aufgrund von Fertigungstoleranz und Temperaturkoeffizient deutlich über dem minimalen Widerstandswert. Hier wird mit einer Sicherheit von ca. 20% gerechnet (R = 1,2 x Rmin). Somit werden mögliche Schäden an den Komponenten des Umrichters durch zu hohe Ströme ausgeschlossen.
Stahlgitterwiderstände Schutzart IP23 sind dank großer Luft- und Kriechstrecken besonders kriechstromfest und eignen sich ideal für raue Industrieumgebungen wie Gießereien oder den Einsatz an Bord von Schiffen sowie in Küstennähe. Die eingesetzten, korrosionsbeständigen Materialien gewährleisten zuverlässigen Betrieb auch bei Staub- und Feuchtebelastung; eventuelle Flugrostbildung beeinträchtigt die Funktion nicht. Die Widerstände sind in verschiedenen Schutzstufen erhältlich und sollten regelmäßig gereinigt werden, um Staubablagerungen zu minimieren.
Sie können den Widerstand auch hier berechnen.